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Erlebnisparcours
Digitale Geräte mit Kopfbewegungen und Gesichtsausdrücken, Sprachbefehlen und auf "Knopfdruck" steuern. Gesprochenes mitlesen und Geschriebenes sprechen lassen. Alles lesen - Gedrucktes und Digitals - und optisch anpassen, auch wenn man nicht lesen oder sehen kann. Mit KI Texte vereinfachen und Bilder beschreiben. Im Erlebnisparcours all das und noch mehr kennenlernen: Erleben Sie, wie einfach Teilhabe gelingen kann und probieren Sie assistive Tools an den Stationen des Erlebnisparcours aus!
- Dauer: 2 Stunden, Ort: Wilhelmstraße 52, 10117 Berlin
- Für alle Interessierten mit und ohne Behinderung, Fachkräfte aus sozialen und pädagogischen Berufen, Multiplikatoren aus Wirtschaft und Politik
- Für Gruppen bis 25 Personen, Termin und Preis auf Anfrage
- Gerne stellen wir den Erlebnisparcours auch auf externen Veranstaltungen vor
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Assistive Tools im Erlebnisparcours ausprobieren:
veranstaltungen@stiftung–barrierefrei-kommunizieren.de
Hören durch Sprache-zu-Text, Sprechen durch Symbole und Schrift
Menschen mit Hörbehinderung, die auch mit Hörgeräten und Cochlea Implantaten kein ausreichendes Sprachverstehen haben und die lesen können, profitieren von Spracherkennungstechnologien: Gesprochene Sprache wird in schriftlichen Text umgewandelt, der mitgelesen werden. "Live-Untertitel" gibt es integriert für iOS-, Android- und Windows-Geräte - auch offline. Außerdem gibt es Tools, die direkt in andere Sprachen übersetzen.
Menschen ohne (verständliche) Lautsprache nutzen Talker: Dabei werden entweder Symbole (wie z. B. METACOM) zu Aussagen kombiniert oder Sätze getippt und vom Gerät gesprochen. Talker können auch mit Kopf- oder Augensteuerung bedient werden. Mittlerweile gibt es auch kostenfreie bzw. geräteintegrierte Talker-Tools.
Mit Sprache, Tasten, Kopf und Augen
Menschen mit motorischen Einschränkungen in den Händen und Armen benötigen alternative, angepasste Steuerungen. Was "früher" teure Spezialtechnologie war, ist zunehmend geräteintegriert. Zum Beispiel die Kopfsteuerung. Dabei werden Kopfbewegungen in Mausbewegungen übersetzt. Klicks und Aktionen können entweder durch Verweilen ausgelöst werden oder durch Mimikbefehle, wie Lächeln, Mund öffnen oder Blinzeln. Auch die Sprachsteuerung für iOS und Android wird immer benutzerfreundlicher: Statt viele Befehle lernen zu müssen, kann man einstellen, dass alles, was man öffnen kann, eine Nummer erhält, die man dann einfach aufruft. Mit Tastern können Menschen mit schweren motorischen Beeinträchtigungen entweder das ganze digitale Gerät oder einzelne Apps steuern. Taster gibt es in vielen Ausführungen, die auch bei sehr schweren Behinderungen auslösbar sind.
Vergrößern, optisch anpassen, Text vorlesen, Bilder beschreiben
Sehbehinderte Menschen mit Sehrest orientieren sich visuell und benötigen Vegrößerungs- und Vorlesefunktionen. Außerdem muss es die Möglichkeiten geben, (digitale) Inhalte optisch an die ganz individuellen Bedürfnisse anzupassen. Davon profitieren auch Menschen mit anderer Wahrnehmung, z. B. neurodiverse Menschen mit AD(HS), Autismus, Legasthenie usw. Blinde Menschen sind vollständig auf Hör- und Tastsinn angewiesen und nutzen Screenreader und manchmal Braillezeilen. Screenreader sind Vorlesesoftware, die neben den Text auch alle Navigationsinformationen vorliest (z. B. Links, Menüpunkte, Überschriften, Alternativtexte für Bilder usw.). Damit das gut funktioniert, müssen digitale Anwendungen und Inhalte barrierefrei gestaltet werden - z. B. muss die Bildinformation mit einem Alternativtext beschrieben werden. Auch KI kann mittlerweile Bilder beschreiben: entweder reduziert auf die Bildinformation als kurzen Alternativtext oder ausführlich, als Assistenz für blinde Menschen.
Gedrucktes und Digitales vorlesen, Einfache und Leichte Sprache
Leseschwierigkeiten sind von gestern: In alle digitalen Geräte sind Vorlesefunktionen integriert, man muss nur wissen, wo. Neben digitalen können auch gedruckte Informationen vorgelesen werden. Das geht mit OCR-Funktionen. OCR steht für "Optical Charakter Recognition" und bedeutet: fotografierter Text wird als Text erkannt und in digitalen Text umgewandelt. Der digitalisierte Text kann von integrierten Vorlesefunktionen vorgelesen werden. Doch was, wenn das Vorlesen allein nicht reicht und man auf vereinfachte Sprache angewiesen ist? Mittlerweile gibt es einige KI-Tools, die schwere Texte in Leichte und Einfache Sprache umwandeln. Wie gut das funktioniert, kann man im Erlebnisparcours an frei verfügbaren KI-Übersetzern ausprobieren.