Erlebnisparcours

Kontakt

Susanne Böhmig
s.boehmig@stiftung-barrierefrei-kommunizieren.de
Fon (030) 97 99 13-195

Einen Computer berührungslos mit den Augen steuern? Mit Hilfe des Computers sprechen? Lesen, auch wenn Sie nicht sehen können? Erleben Sie es selbst. An den verschiedenen Stationen des Erlebnisparcours erfahren Sie, wie Technologien Menschen mit verschiedenen Behinderungen bei der Nutzung von Computer und Internet unterstützen. Beim spielerischen Lösen von Aufgaben kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Die Anschaffung der Technik für den Erlebnisparcours wurde von der Stiftung getätigt. Gerne stellen wir den Erlebnisparcours auf Ihrer Veranstaltung oder im Rahmen eines Workshops vor. Preis auf Anfrage. Der Erlebnisparcours richtet sich an alle Interessierten mit und ohne Behinderung, Fachkräfte aus sozialen und pädagogischen Berufen, Multiplikatoren aus Wirtschaft und Politik, Vertreter*innen von Kostenträgern und Verbänden, Schulklassen. 

Die Stationen

Steuern & Bedienen

Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen in Händen und Armen, die "herkömmliche" Mäuse, Tastaturen oder Touchpads nicht oder schwer bedienen können, gibt es eine Vielzahl alternativer Eingabetechnologien. Probieren Sie es aus: Steuern Sie den Computer mit ihren Augen, ihrem Kopf, verschiedenen Tastern oder einer selbstgebastelten Steuerung.

Übersicht & Menschen

Touchbedienung, Mundmaus, Sprachsteuerung, Taster, Kopfsteuerung, Augensteuerung: Übersicht über Möglichkeiten, digitale Technologien mit motorischen Einschränkungen zu bedienen.

Infos, Videos und Anwender*innenberichte. 

Augensteuerung

Menschen, die körperlich sehr stark eingeschränkt sind, und die Augen gezielt bewegen können, profitieren von einer Augensteuerung. Klicks werden durch Verweilen an einem Punkt ausgelöst. So kann man mit einem Kommunikationsprogramm kommunizieren, indem Symbole durch Augenbewegungen ausgewählt und kombiniert werden. Oder man kann mit einer Bildschirmtastastur schreiben. 
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Kopfsteuerung

Eine Kopfmaus gibt es als kostenfreie Open-Source-Technologie wie z. B. das Programm Camera Mouse. Die Kopfbewegungen werden dabei von der in integrierten Webcam aufgenommen und in Mausbewegungen übersetzt. Ein Mausklick wird durch Verweilen über einen bestimmten Punkt ausgelöst. 
Infos & Aufgabe
 

Taster & Scanning

Die Steuerung digitaler Geräte durch Taster erfolgt in Verbindung mit sogenanntem Scanning. Ein Scanning-Verfahren funktioniert zum Beispiel so: Linien laufen von oben nach unten und von links nach rechts über dem Bildschirm, durch Tastendruck wird der Schnittpunkt der Linien markiert und eine Aktion ausgeführt, z. B. eine App geöffnet. Taster können z. B. auch im Kopfteil eines Rollstuhls befestigt werden, wenn man nicht die Hände für den Tastendruck verwenden kann. Das Ein-Aus-Signal kann auch durch spezielle Sensoren, wie z. B. Lidschlag-Sensor, ausgelöst werden. 
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Steuerung selbstgemacht

Mit Makey Makey lassen sich individuelle Steuerungen selbst basteln: Krokodilklemmen verbinden leitfähige Materialien mit einer kleinen Steuerungsplatine mit den Befehlen nach links, rechts, oben und unten, Enter und Space. Damit kann man vermitteln, wie ein Stromkreis funktioniert. Man kann aber auch zeigen, wie wichtig individuell anpassbare Steuerungsgeräte sind.
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Kommunizieren

Es gibt viele Gründe, warum Menschen nicht (gut) sprechen können. Zum Beispiel aufgrund einer körperlichen Behinderung oder Lernschwierigkeiten.  Die Sprachbehinderung kann von Geburt an bestehen oder durch Unfall oder Krankheit erworben sein. Umso wichtiger sind Technologien, die an individuelle Kommunikationsfähigkeiten angepasst werden können. 

Übersicht & Menschen

Was ist eigentlich Unterstützte Kommunikation? Wie lernen Menschen unterstützt kommunizieren? Und welche Rolle spielen Symbole und bunte, sprechende Tasten dabei? Welche (Kommunikations-) Bedarfe haben Menschen mit Hörbehinderung und wie können assistive Technologien sie bei der digitalen Kommunikation unterstützen?

Infos, Videos und Anwender*innenberichte 

Kommunizieren mit Tablets & Apps

Menschen ohne (verständliche) Lautsprache können mit Tablets, Apps und Sprachausgabe kommunizieren. Bei einigen Apps werden Symbole zu Aussagen kombiniert, bei anderen schriftlich kommuniziert. Schneller wird man durch Wortvorhersage und Satzbausteine. 

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Sprechende Tasten

Auch sprechende Tasten und Bilder erweitern die kommunikativen Möglichkeiten von Menschen ohne (verständliche) Lautsprache. Betreuungspersonen können eigene Sprachaufnahmen erstellen und mit Bildern kombinieren. Mit sprechenden Tasten kann man schnell auf sich aufmerksam machen, Wünsche und Gefühle äußern oder eine Auswahl treffen - z. B. zwischen Spielen, Freizeitangeboten, Essen & Trinken. Wenn man besser verstanden wird, ist man weniger frustriert. Kommunikative Erfolgserlebnisse motivieren!

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Spracherkennung als Kommunikationshilfe

Was haben Schriftdolmetscher*innen und YouTube gemeinsam? Spracherkennungstechnologie. Sie wandelt gesprochenen in schriftlichen Text um: Menschen, die schlecht hören, aber gut lesen können, können so Gesprochenes wie einen Live-Untertitel mitlesen. 

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Anybook Reader

Anybook Reader ist ein Sprachausgabegerät, mit dem Gegenstände und Materialien aller Art zum Sprechen gebracht werden! So einfach geht’s: Sticker aufkleben, Stift im Aufnahme-Modus an den Sticker halten, Sprachaufnahme starten. Jetzt in den Wiedergabe-Modus wechseln und Sprachaufnahme anhören. Die Stelle, an der der Sticker klebt, sollte fühlbar sein, z. B. indem man einen Moosgummi-Sticker darüber klebt.  

Infos & Aufgabe

Sehen & Lesen

Wie sehen Menschen mit Sehbehinderung? Wie können sie Texte lesen? Wechseln Sie die Perspektive und sehen Sie die Welt mit anderen Augen. Mit verschiedenen Brillen werden Sehbehinderungen simuliert. Erfahren Sie, wie Technologien gedruckte sowie weiter entfernte Texte (z. B. an einer Tafel) lesbar werden lassen und so Teilhabe ermöglichen.

Übersicht & Menschen

Unterschiedliche Technologien durch unterschiedliche Bedarfe sehbehinderter Menschen, Technologien für einen barrierefreien Zugang zu digitalen Medien und Alltagshelfer, barrierefreie Programmierung als Voraussetzung für barrierefreien Zugang. 

Infos, Videos und Anwender*innenberichte. 

Vergrößerungstechnologien

Vergrößerungstechnologien zeigen Gedrucktes stark vergrößert an. Außerdem kann man meistens die Kontraste einstellen und das Vergrößerte in unterschiedlichen Farbkombinationen anzeigen lassen: z. B. schwarz-weiß, weiß-schwarz, blau-gelb, gelb-blau. So kann man die Darstellung an das individuelle Sehvermögen anpassen. 

Infos & Aufgabe

Bedienungshilfen & Scanner-Apps

In den Bedienungshilfen mobiler Geräte sind Hilfen für sehbehinderte Menschen integriert, diese unterscheiden sich je nach Betriebssystem. Es gibt: Vorlese- und Vergrößerungstechnologien sowie Screenreader. Screenreader ermöglichen blinden Menschen die Bedienung von Smartphone und Tablets: Nicht nur der Text, sondern auch alle Navigationsinformationen werden vorgelesen. Mit Scanner-Apps kann man gedruckten Text fotografieren: OCR-Technologie erkennt, dass es sich um Text handelt und wandelt diesen in (vorlesbaren) digitalen Text um. 

Infos & Aufgabe

Braillezeile & Screenreader

Blinde Menschen arbeiten am Computer mit einem Screenreader und - wenn sie die Brailleschrift können - mit einer Braillezeile. Ein Screenreader erfasst alle digitalen Informationen, z. B. den Text, aber auch die Beschriftungen von Menü und Navigationsinformationen. Die Infos werden mit Computerstimme vorgelesen oder über die Braillezeile als Punktschrift ausgegeben.  

Infos & Aufgabe

Spielen & Kreativ

Barrierefrei zocken!

Dafür wurde der Adaptive Controller von Microsoft entwickelt, zusammen mit Vereinen der Behindertenhilfe. An den Adaptive Controller können weitere Eingabegeräte angeschlossen werden - z. B.  Taster, Schalter und Joysticks. So können auch motorisch stark eingeschränkte Personen eigentlich Videospiele spielen. 

Infos & Aufgabe

Osmo: Zwischen analog und digital

Osmo ist ein Lern- und Spielesystem, dass das iPad mit echten Spielsteinen "zum Anfassen" kombiniert. Das iPad wird dabei in eine Halterung mit einem Spiegel gestellt, der die die davor platzierten Spielsteine in das digitale Spielgeschehen integriert. Es gibt unterschiedliche Spiele, z. B. rund ums erste Lesen, Rechnen und Programmieren, aber auch kreative Malangebote und Tangram.

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Musik machen für alle

Musik machen für alle mit Musik-Apps und dem Musikwürfel Skoog. Skoog ist eine haptische Musikschnittstelle für iOS und Mac. Mit den fünf druckempfindlichen runden Tasten kann man intuitiv und spielerisch Musik machen. Das iPad arbeitet sehr gut mit dem Skoog zusammen: Nach dem Verbinden über Bluetooth kann zum Beispiel in der Musik-App GarageBand Musik gemacht werden. Oder der Skoog wird als Taster zur Bedienung des iPads eingesetzt, wenn man das iPad nicht über die Touch-Oberfläche steuern kann, weil man eine motorische Beeinträchtigung hat. 

Infos & Aufgabe